
von Wieland Mößner
30. September 2004
Der SV Germania Weingarten wartete am 4. Kampftag in der Ringer-Bundesliga Süd mit einer Premiere auf. Erstmals seit seiner Zugehörigkeit zur 1. Ringer-Bundesliga Süd und nach nahezu fünfjähriger Abstinenz war die vereinseigene Germaniahalle wieder einmal Austragungsort eines Heimkampfes. Bei den Vereinsverantwortlichen war man sich bereits im Vorfeld der Saison einig darüber, dass eine Rückkehr an die ehemalige Wettkampfstätte Aufbruchstimmung erzeugen und neue Kräfte freisetzen würde. Allgegenwärtig waren die zahlreichen Highlights zu Zweitligazeiten und die tolle Atmosphäre in der Halle, die hauptsächlich durch die Nähe der Zuschauer zum Geschehen auf der Matte erzeugt wird.
Der erste Heimkampfgegner in der laufenden Saison 2004/2005 in der modernisierten Germaniahalle war die aus einer Fusion aus den beiden Traditionsvereinen AV Freiburg St. Georgen und SV Freiburg-Haslach entstandene RKG Freiburg 2000. Beim SV Germania war man sich der Schwere der Aufgabe bewusst, da der Gegner den letztjährigen Endrundenteilnehmer SVS Hallbergmoos zum Rundenauftakt an den Rand einer Niederlage brachte. Die Walzbachstaffel trat dagegen in veränderter Besetzung gegenüber dem erfolgreich absolvierten Auswärtskampf beim 8maligen deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen an und verzichtete sowohl auf den moldawischen Weltklasseringer Ghenadie Tulbea als auch auf den Vaterfreuden entgegen sehenden ungarischen Schwergewichtler Bela Kalo. Außerdem kam der in den ersten beiden Begegnungen pausierende 74 kg Freistil-Athlet Dominik Groß erstmals in dieser Saison für den bisher ringenden Stefan Kraft zum Einsatz.
Die vom Gegner erhoffte Schwächung der Mannschaft infolge der vorgenommenen Umstellungen trat in keiner Phase des Kampfes ein. Die drei neu ins Team gekommenen Athleten Jörg Mimietz, Kai Dittrich und Dominik Groß lösten ihre Aufgaben mit Bravour und rechtfertigten ihren Einsatz durch die erzielten Ergebnisse. Während Jörg Mimietz in der Gewichtsklasse bis 55 kg Freistil gegen den international erfahrenen gebürtigen Moldawier Serghej Lungu enormen Kampfgeist zeigte und lediglich eine Niederlage mit 0:6 Punkten zuließ, besiegte Kai Dittrich den 3 kg schwereren ex-Linzgau-Taiserdorfer Daniel Höfler sicher mit 2:0.
Nach der Pause gab Dominik Groß dem starken Vitali Wagin trotz unübersehbarer konditioneller Defizite nach zwischenzeitlicher 5:0 Führung mit einer wahren Energieleistung doch noch mit 5:3 Punkten das Nachsehen. Ausschlaggebend für den hohen 15,5:7,0 Erfolg der Germanen waren vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit, die Ausgeglichenheit des Kaders ohne wirkliche Schwachstellen und die zwei errungenen Siege in den beiden Schlüsselkämpfen im Freistil-Weltergewicht und im Freistil-Mittelgewicht. So bezwang der Ex-Schifferstadter Dennis Blum den Freiburger Arthur Kratz ohne Mühe mit 3:0. Für den Schlusspunkt nach dem bereits oben erwähnten Sieg von Dominik Groß sorgte der starke ungarische Neuzugang Andras Horvath mit seinem in souveräner Manier heraus gerungenen 2:0 Sieg über den Griechen Konstantinos Papadopulous.
In den weiteren Begegnungen des 4. Kampftages der 1. Bundesliga Süd kam der KSV Köllerbach gegen den ersatzgeschwächt angetretenen SV Siegfried Hallbergmoos zu einem deutlichen 25,5:6,0 Erfolg; der SC Anger bezwang den nordbadischen Aufsteiger KSV Ketsch lediglich mit 15:11 Punkten und hätte die Auseinandersetzung voraussichtlich sogar verloren, wäre Reinhold Kratz in der Kategorie bis 66 kg Greco ohne Übergewicht angetreten. Für eine Überraschung sorgte der ex-Berghausener Marcel Ewald, der den amtierenden Vizeeuropameister im Limit bis 55 kg Freistil, den Bulgaren Ivan Djorev, mit 5:3 Punkten bezwingen konnte. Lediglich 6 Mattenduelle erlebten die 200 Zuschauer beim Kampf des KSV Aalen gegen den mit großen Verletzungssorgen konfrontierten TuS Adelhausen.
SV Germania Weingarten -
KSV Aalen 2005
01.09.2012, 19:30 Uhr
Kleiberit-Arena
SVG Weingarten II -
KSV Kirrlach
08.09.2012, 20:00 Uhr
Kleiberit-Arena
SVG Weingarten III -
KSV Kirrlach II
08.09.2012, 18:30 Uhr
Kleiberit-Arena